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Gerichtsvollzieher


Die Zwangsvollstreckung durch den Gerichtsvollzieher

Die zwangsweise Vollstreckung von Urteilen und anderen Vollstreckungstiteln wie z.B. Vollstreckungsbescheide, Vergleiche, Beschlüsse etc. wird durch den für den Bezirk zuständigen Gerichtsvollzieher durchgeführt.


Die Gerichtsvollzieher sind zuständig für:

  • gütliche Erledigung durch Zahlungsvereinbarungen
  • Mobiliarvollstreckung (Pfändung)
  • Abnahme der Vermögensauskunft (Angabe aller Vermögenswerte an Eides statt)
  • Einholung von Drittstellenauskünften bzgl. Kontoverbindung, Arbeitgeber, Eigentum eines Pkw's
  • Anschriftenermittlung
  • Vollstreckung von Zug-um-Zug-Leistungen
  • Zwangsräumung
  • Herausgabe von Gegenständen
  • Zustellung von Pfändungs- und Überweisungsbeschlüssen
  • Zustellung von vorläufigen Zahlungsverboten
  • Zustellung von Willenserklärungen

Jeder Gerichtsvollzieher ist in einem ihm zugewiesenen Amtsbezirk tätig.

Die Zustellungs- und Vollstreckungsaufträge können an die Gerichtsvollzieherverteilerstelle des Amtsgerichts Soltau gesandt werden. Sie erreichen die Gerichtsvollzieherverteilerstelle im Amtsgericht Soltau, Rühberg 13-15, 29614 Soltau, Tel. 05191/695-0. Es erfolgt sodann eine Weiterleitung der Aufträge an den jeweils zuständigen Gerichtsvollzieher.


Eine Übersicht über die im Amtsgerichtsbezirk Soltau tätigen Gerichtsvollzieher und deren Sprechzeiten finden Sie hier.

Die für die Schuldneranschrift zuständigen Gerichtsvollzieher können Sie anhand der im rechten Bildbereich befindlichen Straßenverzeichnisse ermitteln.


Seit dem 01. April 2016 besteht für Zwangsvollstreckungsaufträge ein gesetzlicher Formularzwang. Das vorgeschriebene Formular können Sie hier herunterladen.

Dem Vollstreckungsauftrag ist der Originaltitel sowie eine Forderungsaufstellung beizufügen.


Mobiliarvollstreckung

Die Aufgabe der Gerichtsvollzieher besteht unter anderem in der Durchsetzung von Geldforderungen des Gläubigers gegen den Schuldner. Im Zuge dessen kann der Gerichtsvollzieher bewegliche Vermögensgegenstände wie z.Bsp. Möbel, Kraftfahrzeuge oder Schmuck pfänden.

Die Verwertung der gepfändeten Gegenstände kann durch die Präsenzversteigerung oder durch die Internetversteigerung (www.justiz-auktion.de) erfolgen.


Vermögensauskunft

Bei dieser Verfahrensart muss der Schuldner ein Verzeichnis über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse abgeben. Dies geschieht im Beisein des Gerichtsvollziehers an Eides statt unter Belehrung der strafrechtlichen Folgen einer falschen Versicherung.
Aus diesem Verzeichnis ergibt sich möglicherweise ein Arbeitgeber, eine Bankverbindung oder ein Vermieter. Ansprüche können gegen diese Personen dann ggf. durch eine Forderungspfändung geltend gemacht werden. Zuständig hierfür ist das Vollstreckungsgericht beim Amtsgericht.


Bei Nichterscheinen oder Nichtabgabe der Vermögensauskunft bei einem Vermögenswert über 500,- Euro ist die Einholung von Drittstellenauskünften beim Bundeszentralamt für Steuern, bei den Rentenversicherungsträgern oder dem Kraftfahrtbundesamt möglich. Auch hier kann sich wiederum auf Antrag des Gläubigers die Forderungspfändung anschließen.


Weiterhin kann bei Nichtabgabe der Vermögensauskunft ein Haftbefehl zur Erzwingung der Abgabe der Vermögensauskunft beantragt werden.
Die Vollstreckung des Haftbefehls erfolgt durch Einlieferung in die zuständige Justizvollzugsanstalt unter Hinzuziehung der Polizei.


Sowohl bei der Abgabe als auch bei der Nichtabgabe der Vermögensauskunft erfolgt eine Eintragung im Schuldnerverzeichnis des Zentralen Vollstreckungsgerichts in Goslar. Die Eintragung ist 2 Jahre lang gültig. Während dieser Zeit ist eine vorzeitige Löschung nur durch eine vollständige Zahlung möglich.

Einen entsprechenden Löschungsantrag finden Sie hier.


Nach der Eintragung in das Schuldnerverzeichnis erfolgt die Eintragung in der SCHUFA.



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